Etwa 30% der in Deutschland anfallenden kommunalen Klärschlämme werden landwirtschaftlich genutzt (2003). Sie können in fester und flüssiger Form in der Landwirtschaft weiterverwertet werden, da sie wichtige Nährstoffe und erhebliche Mengen organischer Substanzen dem Boden zuführen und damit die Bodenfruchtbarkeit erhöhen bzw. wieder herstellen.
Entscheidende Inhaltsstoffe im Klärschlamm sind Stickstoff, Kalium und Phosphor in boden- und pflanzenverfügbarer Form. Wer mit Klärschlamm düngt, kann entsprechend den Einsatz von Mineraldüngern reduzieren und damit natürliche Ressourcen schonen. Dank moderner Technik hat sich der Klärschlamm zu einem wertvollen Dünger entwickelt.
Gerade in den 70er Jahren war das Thema „Klärschlamm“ nur bedingt positiv besetzt, da immer wieder Negativ-Schlagzeilen bezüglich hoher Schwermetallgehalte kursierten. Durch die Verbesserung der Klärtechnik, eine Intensivierung der Überwachung von Indirekteinleitern und nicht zuletzt die Aufklärung der Bevölkerung über die Giftigkeit bestimmter Chemikalien hat sich die Qualität inzwischen erheblich verbessert.
Auch der Gesetzgeber reagierte: In Form der Klärschlammverordnung und dem Düngemittelgesetz, welche die Landwirte und letztendlich die Verbraucher vor negativen Folgen der Klärschlammverwertung schützen.
Kein anderer Dünger wird so häufig und so ausführlich untersucht wie der Klärschlamm.
Organische Dünger verbessern aufgrund ihrer Zusammensetzung die Bodenkonsistenz. Ihre langanhaltende, ertragssteigernde Wirkung ist vor allem auf den Gehalt an humusbildender organischer Substanz zurückzuführen. Daraus ergeben sich qualitätssteigernde Vorteile für den Boden:
| Parameter | Gehalt |
| Org. Substanzen | 45,6 |
| Gesamt - N | 3,2 |
| Ammonium - N | 0,3 |
| Phosphor (P) | 1,7 |
| Kalium (K) | 0,3 |
| Magnesium (Mg) | 1,0 |
| Kalk (Ca) | 9,6 |
Hier informieren wir Sie über das Abfallprodukt bei der Abwasser-reinigung. Der entstehende Klärschlamm ist nicht einfach Müll, sondern kann sinnvoll weiter verwendet werden.
Wir führen Klärschlamm der landwirtschaftlichen und thermischen Nutzung zu.
"Die schleswig-holsteinischen Böden befinden sich aufgrund des hohen Anteils landwirtschaftlicher Nutzung im
Vergleich zu denen in anderen, stärker industrialisierten
Bundes-ländern in einem guten Zustand."
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Quelle: Ministerium für Landwirtschaft,
Umwelt und ländliche Räume
des Landes Schleswig-Holstein
Claus Trinkies
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